Wie eigentlich gelingt es, mit dem Publikum in einem Orchesterkonzert gemeinsam zu musizieren?
Mit unserem Familienorchesterkonzert entwickeln wir in jedem Semester ein Konzept zu Orchesterwerken und erproben dabei vielfältige partizipative Elemente, die das Publikum auf unterschiedlichen Ebenen ästhetischen Erlebens ansprechen und einbeziehen. Das ist jedes Mal wieder eine Herausforderung – sie bereitet aber ungemein Freude, wenn das Publikum dann im Konzert zu Beethovens 7. Symphonie ein gemeinsames Lied mit dem gesamten Orchester singt oder zu Einojuhani Rautavaaras „A Requiem in our time“ Glaube und Zweifel durch Gesten verkörperlicht und damit die Bedeutung der Musik mit dem eigenen Körper verbunden wird.
Diese Form der Musikvermittlung ist für mich immer wieder ergreifend, weil sie nicht nur Kinder und Jugendliche anspricht, sondern auch für Erwachsene oftmals einen unerwarteten Aha-Effekt hat. Musik im Setting des Konzertsaals anders und neu – auch auf körperliche Weise – zu verstehen, ist das große Potenzial, dass sich in dieser Form von Konzertformaten eröffnet. Neben vielen anderen Ansätzen innovativer neuer Konzertformate sind die Familien- und Kinderkonzerte weiterhin ein wichtiges Puzzleteil, um Musik in neuem Rahmen auf die Bühnen zu bringen und damit einem größeren Teil der Bevölkerung nahe zu bringen.
Moderation & Konzept: Studierende des Studiengangs Master Musikpädagogik
Leitung: Dr. Cornelia Wild & Anne Zadory
SchulmusikOrchester der Hochschule für Musik Karlsruhe
Violine: Jie Wan, Violine
Leitung: Hannes Reich
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